Hallo beisammen,
wir kommen gerade aus den Nauderer Bergen/Ötztaler Alpen zurück.
Am Samstag sind Elke und ich allein den Goldweg Klettersteig gegangen. Ein schöner Klettersteig, in den leichten Passagen etwas inhomogen, aber sonst sehr schön zu gehen. Das Goldwandl mit seiner D/E bis E Steilstufe ist heftig.
Insgesamt waren am Samstag 6 Personen in 3 2-er Gruppen oben, also ein nicht überlaufener Klettersteig.
Der Abstieg führt über den/am Ostgrat zu den Goldseen herunter. Unten erwartet einen neben den beiden Seen ein abgestuftes Blockwerk mit Blockwerkmoränen. Darunter verbirgt sich, nicht sichtbar, ein intakter derzeit inaktiver Blockgletscher. Man läuft darüber, hört nur Wasser gurgeln und merkt vom Eis nichts.
Von diesem Gletscher bezieht Nauders und Umgebung ihr Trinkwasser.
Das für uns schöne an dem Tag, wir hatten Sonne, am Gipfel war es bewölkt, wir konnten sehen, wie es 2 Gebirgsketten weiter östlich schüttete. Uli erzählte uns, das es in Sölden/Ötztal ab 13:00 Uhr stark regnete.
Am Sonntag sind Elke und ich mit 4 weiteren Kameraden und Kameradinnen (30 bis 49 Jahre) zum Tirolerweg-Klettersteig gegangen. Ein strahlend blauer Himmel mit rel. wenig Wolken wartete auf uns.
Erst knapp 300Hm steil über eine Skipiste hoch und dann über eine halbe Stunden einen weiteren Anstieg über Blockwerk.
Der Steig selber beginnt am Anfang mit einem D, seine Schlüsselstelle. Bis zum Gipfel warten noch ettliche C und C/D aufschwünge, der letzte C/D kurz vor Ende. Ca. 100m unter dem Gipfel gibt es einen 6m hohen Spaßpfeiler (auf- und abklettern) mit D/E - man gönnt sich ja sonst nichts.
Da wo der Felsen in den Steilaufschwüngen fest ist, ist er wunderbar zu klettern. Zwei einfache Stellen (recht lang) sind dabei, da sollte man warten bis der Vorsteigende durch ist - höchste Steinschlaggefahr - wie bei uns in einer 6-er Gruppe dauert es entsprechend lang. Auch liegt im Steig teils Blockwerk, wo man vor dem betreten die Steine prüfen sollte. Am Gipfel waren wir 6 an diesem Tag die einzigsten Besucher.
Nach dem Gipfel gibt es einen "kurzen" Abstiegsklettersteig mit einer senkrechten Wand in der C-Klasse.
Unangenehm ist der Erste Geröllabstieg, bis sich das Geröllfeld öffnet, dann geht es besser, geht aber trotzden gewaltig auf die "Knochen". Wir waren froh, als wir wieder auf dem Blockwerk gehen konnten.
Die Absicherung war in beiden Steigen absolut in Ordnung, im Goldwandl kann man sagen - perfekt.
Auf der Goldseehütte waren wir die einzigsten Übernachtungsgäste, wurden vom Wirt aber sehr gut versorgt. Schade für ihn, das im Sommer so wenig Gäste zur Übernachtung kommen - auch die Tagesgäste sind im Sommer nicht so üppig.
Bei einer Übernachtung im Bett mit Halbpension für 25,00€ kann man einfach nicht meckern.
LG Walter
Jetzt noch ein paar Fotos:
Grafig der Klettersteige an der Bergbahn Talstation
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Goldwandl mit Spreizschritt
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2. schwere Steilstufe
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